Aktionswoche „CO macht KO“

Kohlenmonoxid – Vergiftung

Kohlenstoffmonoxid, kurz Kohlenmonoxid (CO), ist ein gefährliches Atemgift, das man nicht sehen, riechen oder schmecken kann. Betroffene bemerken nicht, wenn sie Kohlenmonoxid einatmen, denn es gibt keine typischen Symptome wie Husten oder Atemnot. Darüber hinaus kann das Gas mühelos durch Wände oder Fußböden dringen, so dass es auch in Räumen auftritt, in denen sich keine potenzielle CO-Gefahrenquelle befindet. Alle Faktoren zusammengenommen machen CO so heimtückisch. Abhängig von der Konzentration in der Raumluft kann eine Kohlenmonoxidvergiftung zu erheblichen Beschwerden, Bewusstlosigkeit und zu massiven gesundheitlichen Spätfolgen bis hin zum Tod führen.

Ursachen


Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von Festbrennstoffen wie Holz, Holzkohle, Erdöl, Erd- und Flüssiggas, Ethanol, Diesel oder Benzin. Ursachen können sowohl technische Defekte, Manipulationen oder mangelnde Wartung der Verbrennungseinrichtung sein als auch verstopfte Abluftrohre von Gasthermen, Ölheizungen oder Kaminöfen.
Auch blockierte Schornsteine, u.a. durch Vogelnester oder abgelöste Dachpappe, unsachgemäß genutzte Kamine oder ein Grill im Haus, können eine erhöhte Kohlenmonoxidkonzentration bewirken. Sanierungsmaßnahmen, wie der Einbau neuer Fenster, führen nicht nur im Winter zu mangelnder Luftzirkulation. Selbst Wohnungen bzw. Etagen, die weit von der Gefahrenquelle entfernt liegen, können betroffen sein, da Kohlenmonoxid durch Wände und Decken diffundiert. So kann eine einzige defekte Gastherme ein ganzes Mehrfamilienhaus in Gefahr bringen.

Wie können Sie sich schützen?

Regelmäßige Wartung von Heizungen, Gasthermen und Durchlauferhitzern
– Regelmäßige Kontrolle des Schornsteins durch den Schornsteinfeger
– Unter keinen Umständen einen Holzkohlegrill oder einen Heizstrahler/Heizpilz in Wohnung oder Garage nutzen!
– Umluft- statt Ablufthauben in Küchen installieren
– Ablufthaube bei geschlossenen Fenstern nicht zur gleichen Zeit wie die Gastherme betreiben (automatische Fensteröffnung erforderlich).
– Geprüfte und zugelassene Kohlenmonoxid-Melder installieren. Diese lösen bei einer kritischen Konzentration Alarm aus.

Was tun im Ernstfall?

Ein Kohlenmonoxid-Melder löst Alarm aus:
– Verlassen Sie umgehend das Gebäude mit allen in der Wohnung anwesenden Personen!
– Öffnen Sie Türen und Fenster, sofern möglich.
– Nehmen Sie Ihr Mobiltelefon mit!
– Rufen Sie per Notruf 112 Rettungsdienst und Feuerwehr!
– Warten Sie draußen auf die Einsatzkräfte.
– Informieren Sie nach Möglichkeit weitere Bewohner/Nachbarn über die Gegensprechanlage oder telefonisch. Gehen Sie nicht zurück ins Haus!

Was macht die Feuerwehr?

Auch in der Feuerwehr der Gemeinde Finnentrop gibt es für solche Einsätze Spezialisten: Die Einheit Bamenohl ist für den Umgang mit Gefahrgut, darunter zählen auch Kohlenstoffmonoxidaustritte, entsprechend mit Messgeräten und umluftunabängigen Atemschutz ausgestattet und geschult.

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