Technische Hilfe

Technische Hilfeleistung

Unter den Begriff „Technische Hilfeleistung“ fallen all jene Einsätze der Feuerwehr, die sich nicht oder nicht nur auf das Verwenden von Löschmitteln beschränken. Insbesondere handelt es sich also um Einsätze, bei denen Aggregate, Maschinen oder technisches Wissen bereitgestellt werden müssen. Als technische Hilfeleistung zählt also auch schon das Bereitstellen von elektrischem Strom. Der Einsatzschwerpunkt der Feuerwehr hat sich in den vergangenen Jahr(zehnt)en zunehmend in Richtung technischer Hilfeleistungen verschoben.

Weitere Beispiele für dieses Aufgabengebiet sind:

  • Tierrettung
  • Beseitigung von Sturmschäden
  • Hilfeleistung bei Überschwemmungen
  • Türöffnungen
  • Gefahrguteinsätze
  • Beseitigung von Ölspuren
  • Befreiung eingeklemmter Personen aus verunfallten Fahrzeugen

Einfache kleine technische Hilfeleistungen können alle im Gemeindegebiet vorhandenen Einheiten durchführen. Für die Befreiung eingeklemmter Personen bei Verkehrsunfällen wird aber oftmals besonderes Gerät benötigt. Vier Hilfeleistungssätze mit hydraulischem Rettungsgerät stehen hierfür bei den Einheiten Finnentrop, Fretter, Heggen und Rönkhausen zur Verfügung. Zur Bergung verunglückter LKW-Fahrer aus ihren Fahrzeugkabinen gibt es zudem eine Rettungsbühne bei der Einheit Fretter.

Für den Tätigkeitsbereich der technischen Hilfeleistung hat die Feuerwehr besondere Fahrzeuge, einen Rüstwagen (RW) in der Einheit Finnentrop sowie drei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF) in den Einheiten Fretter, Heggen und Rönkhausen.

Bei ABC – Einsätzen, das sind Einsätze mit atomaren, biologischen oder chemischen Gefahrstoffen müssen die Einsatzkräfte speziell ausgerüstet und geschult sein. Eine Grundausstattung für diese Einsatzlagen ist auf dem Löschfahrzeug der Einheit Bamenohl verlastet.

Wird umfangreichere Ausrüstung benötigt, wird auf den ABC – Zug Lenne zurückgegriffen. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenarbeit der Gemeinde Finnentrop mit der Stadt Lennestadt und der Gemeinde Kirchhundem. Die Zusammenarbeit ist in einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung geregelt und beinhaltet insbesondere die gemeinsame Beschaffung und Unterhaltung eines Abrollcontainers Gefahrgut, stationiert im Feuerwehrgerätehaus Grevenbrück.